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Home-Office

Das Thema Home-Office gewinnt immer mehr an Fahrt. Bei vielen Arbeitnehmern, besonders den jungen Fachkräften, liegt der Fokus bei der Suche nach einem geeigneten Job immer häufiger auf das räumlich flexible Arbeiten. Und obwohl die Führungskräfte großer Unternehmen dem Arbeiten im Home-Office immer noch skeptisch gegenüberstehen, haben gerade junge Start-ups diese Option als Möglichkeit erkannt, um sich als moderner Arbeitgeber für junge Fachkräfte interessant erscheinen zu lassen. Welche Vor- und Nachteile das Home-Office bietet, wird nachstehend erklärt.

Was bedeutet das Arbeiten im Home-Office?

Wer im Home-Office arbeitet erledigt einen Teil oder auch alle beruflichen Aufgaben von Zuhause aus. Besonders Vertrieblern ist das seit Jahrzehnten bekannt. Immobilienmakler oder Versicherungsvertreter erledigen schon immer den größten Teil ihrer Arbeit im heimischen Büro. Den Rest der Zeit verbringen sie in der Regel beim Kunden vor Ort und finden sich nur äußerst selten im Firmenbüro wieder. Dieses wird eher für Team-Meeting genutzt.

In jungen modernen Unternehmen hat man die Vorteile des Home-Office lange erkannt. Gerade bei jungen Arbeitnehmern wird dieses Mitarbeiterangebot immer beliebter.

Die Unterschiede im Home-Office

Es gibt verschiedenen Arten des Arbeitens im Home-Office.

Telearbeit

Bei der Telearbeit erledigt der Mitarbeiter seine Arbeit komplett vom heimischen Büro aus. Sein Home-Office entspricht somit einem Vollarbeitsplatz.

Alternierende Telearbeit

Diese Form ermöglicht es dem Angestellten zeitweise abwechselnd im Home-Office und im Unternehmen zu arbeiten. Es gibt sie schon sehr lange und sie war bis vor kurzem am häufigsten vertreten.

Mobile Telearbeit – Remote Work

Was früher die mobile Telearbeit genannt wurde, ist heute die Remote Work. Das bedeutet nichts anderes, als dass ein Mitarbeiter von überall aus arbeiten kann, sei es nun das Café, das Hotel oder eben das eigene Wohnzimmer. Bis vor kurzem war die mobile Telearbeit vor allem im Vertrieb und dem Consulting anzutreffen. Durch die Digitalisierung verbreitet sich das Modell zunehmend und wird als Arbeitskonzept der nahen Zukunft gehandelt.

Home-Office: Das Arbeitsmodell der Zukunft

Schaut man sich heute in Zügen, Bahnen und Cafés um, wird einem schnell klar, warum Home-Office bzw. Remote Work in Zukunft das Rennen machen wird. Die Digitalisierung sorgt momentan für eine radikale Veränderung unserer Welt. Egal wo man hinschaut – die Menschen sind mit Smartphone, Notebooks und Tablets unterwegs. Pausenlos mit allem verbunden zu sein gehört heute zum normalen Alltag. Die breitbandigen Mobilfunknetze machen es möglich, auch von unterwegs auf Firmensoftware zuzugreifen.

Immer noch gibt es große Firmen, die das Modell der Remote Work aus Angst vor Kontrollverlust ablehnen. Auf lange Sicht wird sich das ändern müssen, denn die neue Generation von Fachkräften besteht auf ihre Flexibilität und ist für einen 9-to-5-Job nur noch schwer zu haben. Und moderne Technologien geben bereits jetzt ausreichend Möglichkeit für die Mitarbeiterkontrolle trotz Remote Work.

Welche Vor- und Nachteile bieten sich dem Arbeitnehmer?

Flexibilität, Selbstbestimmtheit und die Work-Life-Balance sind die Argumente, die den Corporate Benefit Remote Work bzw. Home-Office für Arbeitnehmer so interessant machen. Die Familie lässt sich besser integrieren und man spart Zeit, Geld und Nerven für den nicht mehr notwendigen täglichen Weg zur Arbeit.

Manchmal werden auch andere Stimmen laut – der fehlende Kontakt zu den Kollegen und die Ablenkung durch die Familie empfinden einige als Nachteil vom Home-Office.

Alle Vor- und Nachteile gegenübergestellt sehen folgendermaßen aus:

Vorteile
* Flexibilität
* mehr Freizeit durch fehlende Arbeitswege
* höhere Effektivität
* weniger Ablenkung durch Kollegen
* mehr Eigenverantwortung
* höhere Motivation

Nachteile
* soziale Isolation
* eventuelle Kernarbeitszeiten
* weniger interne Informationen
* fehlende Pausen
* Ablenkung durch Privates
* technische Probleme

Welche Vor- und Nachteile gibt es für den Arbeitgeber?

Auch für den Arbeitgeber gibt es zwei Seiten der Medaille. Was auf der einen Seite ein Arbeitnehmer freundliches Image fördert, verursacht bei vielen Unternehmen immer noch die Angst vor dem Verlust der Kontrolle.

Im Überblick sieht das so aus:
Vorteile
* Kosten sparend
* positives Image
* höhere Produktivität
* gute Personalbindung
* geringere Krankenstände

Nachteile
* Angst vor angelnder Kontrolle
* mangelnde Datensicherheit
* technische Probleme
* geringere Identifikation des Mitarbeiters mit dem Unternehmen

Was sagt der Fiskus zum Home-Office?

Damit der Arbeitnehmer das Home-Office steuerlich geltend machen kann, muss man für das Finanzamt ein häusliches Arbeitszimmer nachweisen. Zumindest ist das bis jetzt (Stand 2020) noch der Fall. Mittlerweile gibt es bereits politische Diskussionen darüber, dass auch ohne ein Arbeitszimmer die Kosten für die Arbeit aus dem Home-Office oder die Remote Work steuerlich berücksichtigt werden könnten.

Noch ist es so, dass ein Arbeitszimmer folgende Kriterien erfüllen muss, um die Kosten dafür absetzen zu können:
* Im Zimmer dürfen nur Stuhl, Schreibtisch, Regale und Schränke stehen.
* Es muss ein vom restlichen Zuhause komplett abgetrennter Raum sein. Eine Büro-Ecke genügt nicht.
* Weder Couch noch Fernseher sind in einem Arbeitszimmer erlaubt.

Ist der Arbeitnehmer im Home-Office abgesichert?

Auch im Home-Office stehen Angestellte unter dem Schutz der Unfallversicherung. Das gilt allerdings nur für den eigentlichen Arbeitsplatz. Beim Kaffeekochen in der Küche oder auf dem Gang zur Toilette ist der Arbeitnehmer nicht versichert.